Sonntag 31.01.

11.00 Uhr / Theater Augsburg (Großes Haus)

Brecht für Kinder

Zahlreiche Texte hat Bertolt Brecht den Kindern gewidmet: Das Alfabet, den Kinderkreuzzug, die Kinderlieder und viele mehr. Ihnen gegenüber forderte Brecht Achtung, und dies spiegeln seine Werke wider. Alle Kindertexte Brechts haben eines gemeinsam – nicht nur ihr Witz macht sie so außergewöhnlich. Sie regen zum Nachdenken, zum Widerspruch, zur Vervollständigung an.

Brecht verfolgt hier denselben Anspruch wie in seiner „erwachsenen“ Dichtung. Auch kleine Geschichten bergen große Wahrheiten. Beliebte Moderatoren des Kinderfernsehens, Malte Arkona (bekannt aus dem Tigerentenclub) und Karen Markwardt (Karen in Action)helfen in dieser Matinée Großen und Kleinen vergnüglich auf die Sprünge – mit Hilfe von Filmausschnitten, Musik und mit Überraschungsgästen.

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15.00 Uhr / Theater Augsburg (Foyer)

"Die Leinwand Fällt über unsere Bühne."

Filmschaffende aus dem Dokumentar- und Spielfilmbereich, Theaterkoryphäen und Wissenschaftler tauschen sich darüber aus, ob Brechts Theatertheorien für den Film übersetzbar sind und welchen Wert sie für den Film haben. Mit dabei ist zum Beispiel Andres Veiel (Blackbox BRD, Der Kick).

Ab 15.00 Uhr musikalische Einstimmung mit brasspur

Moderation: Tina Mendelsohn

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19.00 Uhr / Thalia

Larry Weinstein

Der kanadische Filmemacher und seine
Brechtarbeiten

Der Kanadier Larry Weinstein ist einer der renommiertesten Regisseure
im Musikfilmbereich. Beim Brechtfestival Augsburg 2010 wird er über zwei Filme im direkten Brechtkontext sprechen: The Music of Kurt Weill: September Songs mit Nick Cave, P. J. Harvey, Lou Reed und anderen ist Kult geworden, mit Solidarity Song: The Hanns Eisler Story verfolgt er filmisch die Karriere eines Liedes, zu dem Brecht den Text verfasst hat. Zu Ausschnitten aus beiden Werken spricht der Regisseur über seine Vorstellung von einem Film nach Brecht-Art und die besondere Rolle, die die Musik dabei spielt.

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20.30 Uhr / Thalia

Kino mit Distanz

Vorführung und Prämierung der Beiträge

Eine der maßgeblichen Neuerungen Bertolt Brechts war das Epische Theater. Dessen Hauptstilmittel ist der sogenannte Verfremdungseffekt. Dieser Effekt besteht im Kern darin, dem Betrachter vertraute Dinge in einem neuen Licht erscheinen zu lassen und so die Widersprüche der Realität sichtbar zu machen. Brecht wollte die Zuschauer immer wieder aus ihrer reinen Konsumhaltung aufrütteln und sie in eine aktive Distanz zur Handlung setzen.

 

Im Rahmen des Brechtfestival Augsburg 2010 soll der Einfluss Brechts auf den zeitgenössischen Film untersucht werden. Das Kulturamt der Stadt Augsburg hat daher einen Kurzfilmwettbewerb ausgerufen, der mit einem Preis von 1000 Euro für den ersten Platz dotiert ist. Noch bis zum 21. Dezember können über Upload bei reelport.com Kurzfilme eingereicht werden, die das Publikum nicht vereinnahmen wollen, Filme, die den Zuschauer auf Abstand halten. Durch die Zerstörung von Illusion wird nach Brecht eine kritische Distanz erwirkt, die als ein Instrument zur Aufdeckung gesellschaftlicher Widersprüche dienen soll. Willkommen sind also alle Kurzfilme, die das Selbstverständliche in Frage stellen. Alle Filme, die sich an das Motto „Glotzt nicht so romantisch!“ halten. Eine Auswahl der besten Werke wird am 31.01.imThalia zu sehen sein, zur Jury wird der kanadische Regisseur Larry Weinstein gehören.

 

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