Tickets Brechtfestival

Freitag 06.02.

11.00 Uhr / Brechthaus

Brecht-Sprechstunde mit Prof. Dr. Jan Knopf

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Hier werden alle GeBRECHTen geheilt!


Es gibt zwar das geflügelte Wort Brechts: „Der Vorhang zu und alle Fragen offen“, merkwürdiger Weise aber sind bei vielen Zeitgenossen fast alle Fragen beantwortet: Brecht war ein Frauenausbeuter- und verbraucher, Brecht war ein Kommunist, der für die Partei schon mal ein Menschenleben über die Klinge springen ließ (Maßnahme), Brecht diente sich der SED an und wurde so zum Sprachrohr Pankows, er stilisierte sich in der Kleidung wie ein Arbeiter, war aber natürlich gar keiner, er wusch sich nicht und stank, er fuhr rücksichtslos Auto, hasste die Natur und meinte, das Schönste an Augsburg sei der D-Zug nach München.

Die Brecht-Sprechstunde ist dazu da, alle an der guten Befindlichkeit nagenden Fragen, die sich den Augsburgern und den auswärtigen Gästen in Sachen Werk und Person stellen, zu beantworten. Der behandelnde Therapeut ist seit 45 Jahren tätig und unterhält eine Praxis in Karlsruhe, die Arbeitsstelle Bertolt Brecht, die über 20 Jahre alt und weltbekannt ist. Brechtologen aller Länder vereinigt euch!

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14.00 Uhr / Brecht-Haus

Brecht meets Brechthaus

Eine Schauspielerführung im Brechthaus

Entdecken Sie Brechts Geburtshaus in einer ganz besonderen Weise. Lassen Sie sich von dem Schauspieler Florian Kreis in die Kindheit und Jugendzeit Bertolt Brechts in Augsburg entführen! Während die Gäste das Brechthaus eigenständig erkunden, werden sie immer wieder von Brecht "persönlich" überrascht. Durch szenisches Spiel und Literatur lässt Florian Kreis, der bereits seit vielen Jahren Brecht verkörpert, die Augsburger Zeit des Dichters wieder aufleben. Die Zuschauer erfahren dabei, was ihn bewegte und für sein späteres Lebenswerk inspirierte.

NUR mit Anmeldung 0821 - 50 20 7 33

Veranstalter: Regio Augsburg Tourismus GmbH

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17.00 Uhr / Brechthaus

Vortragsreihe: Frank D. Wagner

Brecht im Exil (Teil 6)

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Prof. Dr. Frank D. Wagner (Oldenburg): Das Exil als Schule für Dialektik. Zu Brechts "Flüchtlingsgesprächen"

Der ehemalige Dozent der Bertolt-Brecht-Gastprofessur in Augsburg, apl. Professor Dr. Frank D. Wagner, erläutert Brechts Auffassung von Exil und Dialektik im Medium des Humors.

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19.30 Uhr / Theater Augsburg (brechtbühne)

Die Reisen des Glücksgotts (Erstaufführung)

Stückskizzen von Bertolt Brecht

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Das Streben nach Wohlergehen ist nicht unterzukriegen. Als Sinnbild dafür steht der Glücksgott. Er hat keine Moral. Er lehrt nur, dass die Menschen alles tun sollen, glücklich zu sein. Im schrecklichen Jahr 1941 kaufte Brecht eine kleine Holzfigur auf einem Flohmarkt in Chinatown von New York. Der zweite Weltkrieg wütete (noch) in Europa. Brecht, als Flüchtling seiner Heimat beraubt, versuchte mit dem Schreiben von Drehbüchern für Hollywood, auf „dem Markt, wo Lügen verkauft werden“, seine Familie zu ernähren. Dazu war Glück nötig. So entwarf er Szenen und Lieder für die Reisen eines Gotts, der die Erde sich „im Scheine ewiger Kriege vergeblich drehen“ sieht und Abhilfe schaffen möchte. Die Oper, die daraus werden sollte, wurde nicht fertiggestellt. Das Überleben kam dazwischen. Ein kleiner Gott geht auf Reisen, den Menschen das Genießen zu lehren. Er wird als Aufrührer verhaftet und zum Tode verurteilt, doch die Sehnsucht nach dem

Glück ist nicht tot zu kriegen, nie, gar nicht, niemals. Der Glücksgott „erweist sich als unsterblich. Lachend sitzt er, gemütlich zurückgelehnt im elektrischen

Stuhl, er schmatzt, wenn er Gift trinkt.“

Johanna Schall hat die Texte aus dem Nachlass ihres Großvaters neu arrangiert und stellt sie in einer Neuinszenierung vor, die sie extra für das Brechtfestival einstudiert hat: eine Erstaufführung der besonderen Art!

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20.00 Uhr / Hoffmannkeller

Abenteurer mit kühnen Wesen II

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Auch in diesem Jahr lässt die Abenteurer-Reihe Musik und Dichtung aufeinandertreffen, bereit für exklusive Funkenschläge und neue Horizonte.

Kein Problem, mit diesen Künstlern! Die Texte von Ulrike Almut Sandig sind stets unterwegs zu imaginären Gebieten. „Wir kommen von irgendwo her / wir schlafen, wir fliegen nirgendwo hin.“ Mit ihren wunderschön schlichten Gedichten und ihrem sicheren Rhythmus gewann sie nicht nur den internationalen Lyrikpreis Meran, auch die Jury des renommierten Leonce-und-Lena-Preises war „geradezu verzaubert“ (Jan Koneffke). Ein Wort-Zauberer

ist auch der Autor Thomas Kunst. Seine Textkompositionen sind sperrig und öffnen dadurch Räume, die so in der deutschen Gegenwartsdichtung sonst nicht zu finden sind. Die Spielorte seiner leisen, menschlichen Dramen sind grenzüberschreitend, die Geschichten real und irreal zugleich. Man sollte ihn gehört haben, „den sich durchs Leben wie ein Rock’n’Roll tanzender Petrarca schlagenden Vollblutpoeten“ (Tagesspiegel). Nicht weniger spannungsgeladen ist die Band des Abends. Andreas Matthias Pichler, Tiroler Zwillingsbrüder, die derzeit mit ihrer musikalischen Gratwanderung für Aufsehen sorgen. Jazz trifft auf Singer-Songwriting und Pop, Kontrabass auf Schlagzeug und Banjo. Amerikanische Traditionen fusionieren mit den musikalischen Überlieferungen Europas, ebenso die beiden Stimmen der Brüder, ein Folk-Gesang, der zuweilen an Nick Drake denken lässt. Die Pichlers sind längst in ihrem eigenen Kosmos angekommen. Und deshalb genau richtig bei den Abenteurern mit kühnen Wesen.

 

Ulrike Almut Sandig (Berlin), Thomas Kunst (Leipzig), Andreas Matthias Pichler (Berlin). Moderation: Lydia Daher

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20.00 Uhr / Sensemble Theater

Schwarze Liste - Exilhaus

Wer ins Exilhaus will, der muss Straßensperren und Grenzkontrollen über sich ergehen lassen – und wird vom Zuschauer zum Exilsuchenden. Zwar ist man im

Exilhaus erst einmal außer Lebensgefahr, aber auch hier drohen Verfolgung, Verhöre und Willkür. Wer einmal auf der Schwarzen Liste steht, der ist überall in Gefahr und muss mit Schikanen rechnen. So ist Georg Büchner immer auf der Flucht, Mascha Kaléko erschafft sich unterm Dach ihre eigene Welt, Bertolt

Brecht wird pausenlos verhört, und viele weitere Flüchtlinge sammeln sich in der Massenunterkunft und hoffen auf eine Arbeitserlaubnis. Wie schön wäre es, wenn es in der Bar auch Getränke gäbe und man dort vielleicht arbeiten oder sogar auftreten könnte? Aber nicht nur Getränke, Lebensmittel und Wohnraum sind knapp, sondern alles, was geschieht, wird auch noch ständig überwacht und jederzeit kann man beim Regime in Ungnade fallen. Nur gut, wenn man genügend Dollars in der Tasche hat.

 

Mitwirkende: Serge Davidov, Florian Fisch, Mike Hühn, Vanessa Jeker, Ralph Jung, Birgit Linner, Daniela Nering, Philipp Romann, Thyra Templiner, Eric Zwang-Eriksson, Sensemble-Amateurtheater, Asylbewerber, Downtown Dance Studio, Studenten der Hochschule Augsburg und weitere Freunde

 

Konzept / Regie: Gianna Formicone, Anne Schuester, Nora Schüssler, Sebastian Seidel

 

ACHTUNG: Die Flucht ins Exilhaus ist nur zwischen 19 bis 20 Uhr möglich.

Gültige Reisepapiere oder genügend Dollars sind erforderlich.

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20.00 Uhr / Sensemble Theater

Schwarze Liste - Exilhaus

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Wer ins Exilhaus will, der muss Straßensperren und Grenzkontrollen über sich ergehen lassen – und wird vom Zuschauer zum Exilsuchenden. Zwar ist man im Exilhaus erst einmal außer Lebensgefahr, aber auch hier drohen Verfolgung, Verhöre und Willkür. Wer einmal auf der Schwarzen Liste steht, der ist überall in Gefahr und muss mit Schikanen rechnen. So ist Georg Büchner immer auf der Flucht, Mascha Kaléko erschafft sich unterm Dach ihre eigene Welt, Bertolt Brecht wird pausenlos verhört, und viele weitere Flüchtlinge sammeln sich in der Massenunterkunft und hoffen auf eine Arbeitserlaubnis. Wie schön wäre es, wenn es in der Bar auch Getränke gäbe und man dort vielleicht arbeiten oder sogar auftreten könnte? Aber nicht nur Getränke, Lebensmittel und Wohnraum sind knapp, sondern alles, was geschieht, wird auch noch ständig überwacht und jederzeit kann man beim Regime in Ungnade fallen. Nur gut, wenn man genügend Dollars in der Tasche hat.

Mitwirkende: Serge Davidov, Florian Fisch, Mike Hühn, Vanessa Jeker, Ralph Jung, Birgit Linner, Daniela Nering, Philipp Romann, Thyra Templiner, Eric Zwang-Eriksson, Sensemble-Amateurtheater, Asylbewerber, Downtown Dance Studio, Studenten der Hochschule Augsburg und weitere Freunde

Konzept / Regie: Gianna Formicone, Anne Schuester, Nora Schüssler, Sebastian Seidel

ACHTUNG: Die Flucht ins Exilhaus ist nur zwischen 19 bis 20 Uhr möglich. Gültige Reisepapiere oder genügend Dollars sind erforderlich.

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