Tickets Brechtfestival

Sonntag 05.03.

00.30 Uhr / Augustana Saal

Rumbas de Bodas (Bologna, Italien)

innerhalb der langen Brechtnacht

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Als Kollektiv den Altstadtbars Bolognas entsprungen, fusionieren Rumbas de Bodas Latin, Ska und Balkan mit Elementen des Swing der 30er und 40er. Seit 2008 begeistern sie ihre Zuhörer*innen und füllen Tanzflächen auf ausverkauften Konzerten, Festivals und alternativen Szeneclubs in ganz Europa.

Präsentiert in Kooperation mit Karman e.V.

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01.00 Uhr / Bungalow

Erobique (Hamburg)

innerhalb der langen Brechtnacht

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(c) Yvonne Schmedemann

Der Entertainer Erobique ist eine einzigartige One-Man-Disco- Band. Carsten Meyer vereint Hamburger Charme, House-Beats und eine ganz einzigartige Mixtur aus analog-digitalem Disco-Electro- Funk-Boogie-Easy-Listening. Der Disco-Reverend bedient dabei meisterhaft Free-Style- Orgel, die Akai mpc 100 und das Mikrofon: John Travolta, James Brown, und Burt Bacharach lassen grüßen.

DJ Support: Stefan Sieber & Aleksander Zylla

Präsentiert in Kooperation mit August Gin

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15.00 Uhr / Theater Augsburg / Brechtbühne

Fuck heroes, fight now.

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(c) John Cartwright & Michael Barker

L e s u n g  u n d  G e s p r ä c h  m i t  L a u r i e P e n n y ,  J a c k  U r w i n     u n d  M e r e d i t h  H a a f  ( M o d e r a t i o n ) ,
e s  l e s e n : E v a  L ö b a u  u n d  A n d r e a s  S c h r ö d e r s

Die britische Journalistin und Autorin Laurie Penny gilt als wichtigste Stimme des jungen Feminismus. In ihrem Buch Unsagbare Dinge. Sex Lügen und Revolution analysiert sie klug und unbeirrbar radikal, wie patriarchale Strukturen im Neoliberalismus unter dem falschen Versprechen von Freiheit immer mehr Ungleichheit, Gewalt, Armut und Abhängigkeit schaffen – und warum der landläufige Feminismus zu brav, feige und angepasst ist. Feminismus ist nicht nur für weiße, reiche, weibliche Heteros da, sondern für alle. Laurie Penny ruft zur Meuterei auf – weil es nicht nur für Frauen anders werden muss. In Jack Urwin hat sie ein männliches Pendant gefunden: Der Journalist, Jahrgang 1992, hat mit seinem Buch Boys Don’t Cry. Identität, Gefühl und Männlichkeit eine witzige und scharfe Auseinandersetzung mit toxischer Maskulinität und ihren Folgen geschrieben. Teils Essay, teils persönliches Manifest, ist das Buch der Beginn einer überfälligen Debatte darüber, wie positive, moderne Männlichkeit jenseits von starren Geschlechterrollen aussehen kann und wie wir dahin gelangen können, sie zu leben. Er zeigt, dass es nicht genügt, dem Rollenbild des starken Mannes das Recht auf Empfindsamkeit zuzuschreiben und so bestehende Stereotype zu zementieren. Beide Autor*innen werden zusammen mit Schauspieler*innen aus ihren Schriften lesen und mit Meredith Haaf über Frauen, Männer und Genderzuschreibungen sprechen. Meredith Haaf schreibt als Journalistin unter anderem für Neon, Missy Magazin und Süddeutsche Zeitung Magazin. Sie ist Co-Autorin von Wir Alphamädchen: Warum Feminismus das Leben schöner macht.

Ort: Brechtbühne
Tickets: 15 / 10 € (erm.)

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In Kooperation mit dem Theater Augsburg und Edition Nautilus

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18.00 Uhr / Gaswerk Augsburg

Die Maßnahme - Theater Eigenproduktion

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Vor dem Parteigericht, dem sogenannten „Kontrollchor“, müssen sich vier russische Agitatoren für die Tötung eines Genossen verantworten, der während ihrer Propagandareise in China die Verbreitung der kommunistischen Ideen durch sein individuelles, mitmenschliches Handeln gefährdet hatte. Also spielen sie die Situationen nach, die zu dieser extremen „Maßnahme“ geführt haben. Die Agitatoren haben ihre Identität mit Masken ausgelöscht und als Chinesen verkleidet unter den brutal ausgebeuteten chinesischen Arbeitern schnell eine große Zahl von Anhängern gefunden. Doch das geforderte taktisch-bürokratische Vorgehen verlangt es, persönliche Gefühle und moralische Grundsätze für die Revolutionsidee zu verleugnen, wozu der junge Genosse nicht in der Lage ist – sein mitfühlendes Handeln entlarvt die Gruppe als fremde Revolutionäre. Um nicht selbst in die Hände der Chinesen zu fallen, töten sie den Genossen mit dessen Einverständnis und setzen ihre Arbeit mit großem Erfolg fort. Die Weltrevolution marschiert schließlich auch in China ein– doch zu welchem Preis? Die Maßnahme gilt als Brechts umstrittenstes Werk. Die Uraufführung löste 1930 so heftige Kritik aus, dass Brecht ein Jahr später eine neue Fassung schrieb, die von kommunistischer wie bürgerlicher Seite nicht weniger angegriffen wurde. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs untersagte er 1945 selbst, das Stück weiter spielen zu lassen. Es gehört zu den sogenannten „Lehrstücken“, mit denen Brecht sich nicht primär an das Publikum, sondern an die Schauspieler selbst richtete, um sie politisch zu schulen. Die Maßnahme gilt gleichzeitig als eine der bedeutendsten Kompositionen von Hanns Eisler. „Hier steht ein Protagonist im Vordergrund, der ein System mit all seiner Kraft, selbst unter Lebensgefahr, zu unterstützen versucht. Doch etwas hindert diesen jungen, idealistischen Menschen daran, sich völlig dem Diktat des Systems zu unterwerfen: Es ist sein „eigenes Gesicht“, seine Individualität, sein Wesen. Mit jedem Menschenleben, das der junge Genosse rettet, mit jedem Eingriff, der das unerträgliche Leid des Einzelnen mindert, gefährdet er – so die Agitatoren vor dem Kontrollchor – die große Revolution, den großen Brand. Übertragen wir dies nun auf unsere aktuelle politische Situation, namentlich auf die Situation unserer EU: Es hat nicht Jahre gedauert, sondern Wochen, um ein Klima der Menschenverachtung auf den Straßen Deutschlands und in ganz Europa zu schaffen. Wer hätte je erwartet, dass ein Land wie Großbritannien die EU verlassen würde, um sich vor der Invasion der Flüchtlinge zu schützen? Wer hätte je geglaubt, dass Brücken in Skandinavien gesperrt werden, dass Zäune vor Hilfesuchenden hochgezogen werden, dass man die sogenannten Außengrenzen der EU sichert, um Leid und Verderben künstlich zu potenzieren? Man scheut sich nicht mehr, tote Kinder, Frauen und Männer in Sichtweite zu ertragen – man nimmt es den Flüchtlingen fast übel, dass sie im Grunde diese Bilder, die einem nicht aus dem Kopf gehen wollen, erst möglich machen. Das Leid an den Außengrenzen hören wir nicht mehr, sondern nur die unmenschlichen Grenzüberschreitungen des Inneren: „Auch wenn wir jetzt einige Wochen ein paar harte Bilder aushalten müssen, unser Ansatz ist richtig.“ (so Innenminister Thomas de Maizière) Was wollen mein Innenminister und meine EU von mir (von uns)? Sie wollen das, was die Agitatoren und der Kontrollchor auch vom jungen Genossen verlangen: Die Auslöschung meines Gesichtes, meiner Individualität, meines Wesens – im Grunde die Auslöschung meiner persönlichen Verantwortung. Sie wollen, dass ich für das große Ganze, für das System, für die EU meinen Begriff der Mitmenschlichkeit und des Mitleids auf bürokratische Art neu definiere. Es liegt an uns, Gesicht zu zeigen, oder stumm und ohnmächtig der Auslöschung unseres Gesichtes zuzustimmen.“ Selcuk Cara Die Maßnahme ist eine Eigenproduktion des Brechtfestivals und wird von Regisseur Selcuk Cara eigens für die beeindruckenden Gebäude auf dem Gelände des Gaswerks Augsburg konzipiert – ein Novum in der Geschichte des Festivals. In den verlassenen Denkmälern des Industriezeitalters folgt das Publikum den Spielern durch die Stationen des Dramas an mehrere Orte auf dem Areal.

Agitatoren: Katharina Rivilis, Luise Wolfram, Dagmar von Kurmin, Volker Zack Michalowski, Florian Mania
Konzept, Regie, Bühnenbild und Lichtgestaltung: Selcuk Cara 
Musikalische Leitung und Leitung Chor: Geoffrey Abbott

Ein Lehrstück von Bertolt Brecht, Musik: Hanns Eisler, Verlag: Suhrkamp

Dauer: ca. 120 Minuten
Ort: Gaswerk-Apparatehaus und Kühlergebäude
Tickets: 30 / 25 €, Aufpreis Sitzplatz 5 €

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Es gibt einen Bus-Shuttle vom Theater Augsburg zum Gaswerkgelände.

Bus-Shuttle für die Veranstaltungen im Gaswerk am 3. – 5.3.

in Kooperation mit z-mobility.
Die Haltstelle zur Hinfahrt ist am Theater Augsburg,
Fuggerstraße, Bahnsteig E.

Freitag 3.3.: Abfahrt Theater: 18.00 und 19.00 Uhr /
Rückfahrt vom Gaswerk: 18.30 und ca. 22.00 Uhr

Samstag 4.3.: Abfahrt Theater: 17.30, 19.45 und 20.30 Uhr /
Rückfahrt vom Gaswerk: 20.15 Uhr, 21.00 Uhr, 22.45, und 23.15 Uhr

Sonntag 5.3.: Abfahrt Theater: 17.30 Uhr /
Rückfahrt vom Gaswerk: ca. 20.30 Uhr  

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18.00 Uhr / Provino Club

GAP

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E i n p e r f o r m a t i v e s T r y O u t v o n G e n d e r d u n g e o n I I

„Ist dir heimlich, fühlst du dich zu Hause? Ich weiß es nicht, ich bin sehr unsicher. Meines Vaters Haus ist es, aber kalt steht Stück neben Stück, als wäre jedes mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt, die ich teils vergessen habe, teils niemals kannte.“ (Franz Kafka) Das temporäre Hamburger-Frauen-Performance-Kollektiv Genderdungeon II um die Schauspielerin und Regisseurin Ute Rauwald unternimmt den Versuch, Kafkas Erzählung Heimkehr neu und „feministisch“ zu interpretieren. Die Performerinnen zerlegen eine Soap in ihre Bestandteile, eine alte Performance soll in eine neue verwandelt werden. Wenn nur der GAP nicht wäre, der diese Verwandlung immer wieder stört! Um ihm zu entkommen, folgen die Spielerinnen der tödlich-ängstlichen Strategie, sich niemals ganz festzulegen und veranstalten einen kriminellen Abend um ein ‚Nichts’ – den sehr persönlichen Gender_Gap. Ute Rauwald war einige Jahre im Ensemble des Theater Bremen als Schauspielerin tätig, bevor sie Regie studierte, Hausregisseurin am Hamburger Schauspielhaus wurde, auf Kampnagel Projekte inszenierte und 2011 Universitätsprofessorin an der Kunstuniversität Graz wurde.

Von und mit: Jelena Gerrard, Marlene Kreidt, Uschi Krosch, Vivien Mahler, Ute Rauwald, Claudia Wiedemer.
Bilder: Dagmar Rauwald / Support: Harald Kainer, Urs Keller, Ulrike Linde.

Ort: Provino Club, Kegelbahn
Tickets: 15 / 10 € (erm.)

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20.30 Uhr / Theater Augsburg / Brechtbühne

First Black Woman in Space

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(c) Ute Langkafel MAIFOTO

V o n  S i m o n e  D e d e  A y i v i

Schwarze Frauen zog es schon früh ins All: In den Geschichten um Lieutenant Uhura auf der Enterprise und später Mae C. Jemison auf der Raumfähre Endeavour verbinden sich Fiktion und Realität zu Bildern eines zukünftigen gleichberechtigten Lebens. Simone Dede Ayivi und ihre Komplizinnen reisen aus Afrofutura zurück auf die Erde des Jahres 2017. Dort treffen sie auf „Women of Color“, die träumen und kämpfen und lustvoll am Morgen bauen. Wir werden immer nur die Zukunft bekommen, von der wir zu träumen wagen. First Black Woman in Space ist ein feministisches, afrofuturistisches Projekt, das afrikanischer und afrodiasporischer Geschichte sowie der gegenwärtigen Situation von Schwarzen Frauen und „Women of Color“ gewidmet ist. Es erzählt Geschichten von Befreiungskämpfen und Empowerment, behauptet eine postrassistische Zukunft und wagt mit Hilfe von Sound- und Videoeinspielungen den Rückblick in die Fragestellungen unserer längst vergangenen Gegenwart. Die Bühne wird zur Weltraumkulisse und das Theater zum Zukunftslabor von Performerinnen und Publikum – ein Raum für Utopien. Eine Produktion von Simone Dede Ayivi und Team in Koproduktion mit Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und Sophiensaele Berlin. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, den Fonds Darstellende Künste e.V. und die Stiftung Niedersachsen.

Text und Performance: Simone Dede Ayivi / Ausstattung: För Künkel / Sound: Katharina Kellermann / Video: Kathrin Krottenthaler / Licht: Rosa Wernecke / Dramaturgie: Jule Sievert / Outside-Eye: Julia Wissert / Assistenz: Caroline Froelich, Mirjam Pleines / Tonaufnahmen, Videos: Deniz Sungur / Hospitanz: Sina Charalabidis / Produktionsleitung: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro.

Ort: Brechtbühne,
Tickets: Kat. I: 21 / 18 € (erm.); Kat. II: 16 / 12 € (erm.)

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In Kooperation mit dem Theater Augsburg

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