Tickets Brechtfestival

Dienstag 07.03.

11.00 Uhr / Augsburg, Innenstadt

Bertolt Brecht im Bücherbus

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(c) Nontira Kigle

Eine musikalisch-lyrische Reise durch Bertolt Brechts Leben und Werk für Schüler*innen ab der 3. Klasse. Mit dem Fakstheater Augsburg und Comics aus der Feder von Nontira Kigle. Inmitten einer Bibliothek auf Rädern führen die Schauspielerin Karla Andrä und der Musiker Josef Holzhauser durch das Werk Bertolt Brechts. Als Vater von vier Kindern kannte er sich gut aus und wusste, wie Kinder sind und was sie denken. Er nahm sie ernst. In einer einfachen klaren und poetischen Sprache schrieb er für sie auf, dass er die Welt für veränderbar hält. Witzige Lehrgedichte, lustige Wortspiele, schlaue Verse und nachdenkliche Texte haben Andrä und Holzhauser für ihr Programm zusammengestellt, um aus Kinderaugen auf das Leben des Künstlers zu blicken: Das Fakstheater Augsburg zeigt, dass eine Begegnung mit Brecht schon in frühen Jahren ein ganz besonders lustvolles, lehrreiches und ernsthaftes Vergnügen sein kann. Dafür sorgt auch Nontira Kigle, die für dieses einzigartige Projekt großartige Comics schuf, die Episoden aus dem Leben des Augsburger Poeten aufgreifen. Im Zusammenspiel von Lyrik, Musik und Zeichnung nimmt Brecht seinen Platz zwischen den Kindern ein und wird gemeinsam mit ihnen lebendig. In der Festivalwoche tourt der Bücherbus durch die Brechtstadt und macht in den Stadtteil-Grundschulen Hochzoll, Herrenbach, Hammerschmiede, Hochfeld und Centerville Station. Humorvoll und kindgerecht wecken die beiden Künstler*innen Karla Andrä und Josef Holzhauser mit ihrem mobilen Kinderprogramm die Lust auf den Lyriker und die Person Bertolt Brecht, der immer schon davon überzeugt war, dass „Kinder denken können“.

In Kooperation mit der Stadtbücherei Augsburg und der Fachstelle für Jugend und Bildung, Schule plus.

Die Anmeldung für dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

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06.03., 11.00 Uhr / Brechthaus

Brechtkongress: Brecht - zwischen Tradition
und Moderne

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2 5 - j ä h r i g e s  J u b i l ä u m  d e r  B r e c h t - F o r s c h u n g s s t ä t t e  A u g s b u r g

Die Brecht-Forschungsstätte Augsburg begeht ihr 25-jähriges: Im Oktober 1991 wurde sie gegründet. Heute ist sie, so in der Augsburger Allgemeinen vom 30. September 2016 zu lesen, „ein Erfolgsmodell mit einer Ausstrahlung weit über Augsburg hinaus“. Das Institut, von Beginn an von Prof. Dr. Jürgen Hillesheim geleitet, ist international vernetzt und unterhält beste Beziehungen zum Bertolt-Brecht-Archiv in Berlin, zum Brecht-Zentrum der Staatl. Iwan-Franko Universität Zhytomyr, Ukraine sowie zur International Brecht Society. Mit Untersuchungen wie Brechts vormarxistisches Episches Theater, Bach, Mozart und Wagner beim frühen Brecht und seiner Gesamtdarstellung von Brechts Hauspostille hat Prof. Dr. Hillesheim in der Brechtforschung Maßstäbe gesetzt und vor allem die Bedeutsamkeit des frühen „Augsburger“ Brecht in der Wissenschaft verankert. Für die Brecht-Forschungsstätte Augsburg ist er Herausgeber von Bertolt Brecht – Werk und Kontext, der weltweit einzigen Buchreihe zu Brecht. Aus Anlass des Jubiläums findet am 6. und 7. März im Rahmen des Brecht-Festivals ein international besetzter Kongress in Brechts Geburtshaus statt. Ein thematischer Schwerpunkt der Vorträge liegt bei Walter Benjamin, dem im Brecht-Festival eine zentrale Bedeutung zukommt. Prof. Koopmann stellt die Festschrift Von Baal zu Baal vor, die Jürgen Hillesheims Forschungen der letzten 25 Jahre dokumentiert.

Mit: Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Koopmann, Prof. Dr. Mathias Mayer, Prof. Dr. Erdmut Wizisla, Dr. Helmut Gier, Dr. Ana Kugli, Prof. Dr. Stephen Parker, Prof. Dr. Mykola Lipisivitskyi, Prof. Dr. Joachim Lucchesi, Prof. Dr. Frank D. Wagner, Dr. Robert Krause. Moderation: Prof. Dr. Andrea Bartl. 

Ort: Brechthaus Augsburg
Eintritt frei

Details für Interessierte unter: Brecht-Forschungsstätte,
Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, Schaezlerstraße 25, Tel.: 0821 / 324-2741,
E-Mail: juergen.hillesheim@augsburg.de.

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15.00 Uhr / Grandhotel Cosmopolis

Augsburger Szenen. Schüler Schreibwerkstatt

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(c) Hans Goedecke & Rachel Israela

Mit: Autorenduo Nolte Decar und Schüler*innen zwischen 15 und 17 Jahren.

„Ändere die Welt, sie braucht es!“ Wer könnte dies besser als die Jugend mit ihrem ungebändigten Elan, ihrem Idealismus, ihrem Wunsch nach Rebellion und ihrer Hoffnung in die Zukunft? Und was würden sie ändern wollen?

Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 17 Jahren hatten im Vorfeld des Brechtfestivals die Möglichkeit, sich über einen Fragebogen für die Schreibwerkstatt zu bewerben. Innerhalb der fünf Tage sollen Kreativität und Fantasie im Vordergrund stehen, Rechtschreibung und Grammatik rücken in den Hintergrund. Mit Spannung lässt sich die Abschlusspräsentation erwarten: Was genau dabei herauskommt, ist unvorhersehbar. Gemeinsam wird ein Prozess in Gang gesetzt, der überraschen soll: Nicht nur die Zuschauer*innen, sondern auch die Schülerinnen und Schüler! Denn schreiben heißt nicht nur mitteilen, es ist eine Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt, es formt und fördert die Persönlichkeit. Verborgene Talente, Stärken, Ängste, Wünsche - all dies soll hervorgekitzelt werden. Dafür werden gemeinsam in der Gruppe kreative Schreib- und Darstellungsformen entwickelt, Impulse eingegeben und konstruktiv Kritik formuliert. Professionell angeleitet und motiviert werden die Jugendlichen hierbei von dem Autorenduo Nolte Decar. Michel Decar - selbst gebürtiger Augsburger - studierte zunächst Germanistik und Geschichte an der LMU München, wo er auch an der Studiobühne seine ersten Stücke selbst inszenierte. Für Jonas Jagow wurde er mit dem Förderpreis für neue Dramatik des Berliner Theatertreffens 2012 ausgezeichnet. 2014 folgte der Kleist Förderpreis für Jenny Jannowitz. Sein neuestes Stück Schere Faust Papier ist momentan am Thalia Theater Hamburg zu sehen. Jakob Nolte wurde 1988 in Barsinghausen geboren. Seine Theaterstücke wurden an zahlreichen Theatern gespielt. Mit Gespräch wegen der Kürbisse wurde er 2016 zu den Autorentheatertagen in Berlin eingeladen. Sein erster Roman ALFF wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet. Im Frühjahr 2017 erscheint sein zweiter Roman Schreckliche Gewalten bei Matthes. Nachdem die beiden Autoren gemeinsam szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin studierten, begannen sie unter dem Namen Nolte Decar gemeinsam Texte zu verfassen. Ihr Stück Das Tierreich wurde 2013 mit dem Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet und für den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2014 nominiert. Helmut Kohl läuft durch Bonn wurde zu den Autorentagen 2014 am Deutschen Theater Berlin eingeladen.

Bewerbungsschluss war im November 2016.
Präsentation am Freitag, 10. März um 18.00 Uhr im Grandhotel Cosmopolis.

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19.30 Uhr / 955 - Regionaler Informations- und Präsentationspavillion

Damit die Spießer etwas Kühnes lesen

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Ü b e r  d i e  L i e d e r  d e r  D r e i g r o s c h e n o p e r .

„Die Welt ist arm. Der Mensch ist schlecht“, so heißt es in Brechts Dreigroschenoper. In seinem wohl bekanntesten Werk führt Brecht eine grellbunte Mischung aller erdenklichen Schrecknisse vor, präsentiert mit den verführerischen Ohrwürmern von Kurt Weill. Da wird gesungen von der ruchlosen Ermordung des reichen Juden Schmul Meier, da werden braune oder blasse Rassen hingemetzelt, eine ganze Stadt auf Geheiß einer jungen Frau zerstört, zerbrochene Liebesbeziehungen unseren Augen und Ohren preisgegeben und mit biblischen Ermahnungen gewürzt. Ein Trio aus Brecht- Kennern nimmt uns mit auf eine musikalische Reise durch die Lieder der Dreigroschenoper: Iris Marie Kotzian (Sopran) und Stephanie Knauer (Piano) sind versierte Brechtinterpretinnen und in der Szene bestens bekannt. Mit ihnen gibt der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Lucchesi Einblicke in den Kosmos dieser Oper. Lucchesi studierte in Berlin und ist an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland tätig, unter anderem in Japan und den USA. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Musik-, Theater- und Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts, darunter eine kommentierte Edition des unbekannten Erstdrucks der Dreigroschenoper im Suhrkamp Verlag.

Mit: Prof. Dr. Joachim Lucchesi, Iris Marie Kotzian (Gesang), Stephanie Knauer (Klavier).

In Kooperation mit dem Kulturbüro Königsbrunn.

Ort: 955 Informationspavillon, Alter Postweg 1, 86343 Königsbrunn
Tickets: 6 €

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19.30 Uhr / Brechtkeller

Augsburger Literaturgespräche 22

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(c) Mercedes Blaas

S o n d e r e d i t i o n  z u m  B r e c h t f e s t i v a l  2 0 1 7  

Der österreichische Erzähler und Hörspiel-Autor Alois Hotschnig besticht seine Leser durch den akkuraten Blick auf seine Figuren und damit auf „Menschen in mannigfaltigen Verstrickungen“. Als Gast des 22. Augsburger Literaturgesprächs wird er auch seinen Erzählband "Im Sitzen läuft es sich besser davon" vorstellen. Auch werden zusätzlich noch 2 Keuner-Geschichten und Geschichten aus "Fallenstellen" von Sasa Stanisic vorgestellt.

Alois Hotschnig wurde 1959 in Berg/Drautal in Kärnten geboren. Er studierte Medizin, Germanistik und Anglistik in Innsbruck, wo er seit 1989 als freier Autor lebt. Für seine Erzählungen, Romane, Hörspiele und Theaterstücke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Förderpreis des Landes Kärnten, den Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, den Erich-Fried-Preis (2008), den Anton-Wildgans-Preis, den Gert-Jonke-Preis sowie den Anna-Seghers-Preis. Im Sitzen läuft es sich besser davon wurde 2016 in einer dramatisierten Fassung am Schauspielhaus Salzburg uraufgeführt. Ebenfalls 2016 wurde das Stück Aus am Klagenfurter Ensemble uraufgeführt. Alois Hotschnig und seine Gesprächspartner* innen diskutieren die Frage, wie Brecht auf die Theaterarbeit im Allgemeinen und das eigene künstlerische Schaffen im Besonderen nachwirkt: Spielt Brecht gegenwärtig noch eine Rolle? Wie stark ist sein Einfluss bis heute? Das Sensemble Theater veranstaltet die Augsburger Literaturgespräche in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof, der Universität Augsburg und dem Bezirk Schwaben. Die Reihe stellt die unterschiedlichsten deutschsprachigen Bücher in den Mittelpunkt. So verschieden wie die Bücher sind auch die Menschen, die sich darüber unterhalten: Literaturwissenschaftler* innen, Kulturverantwortliche, Bücherfreunde*innen, „Hobby“-Leser*innen und immer Autor*innen, die sich und das jeweilige Werk im Rahmen dieser Gespräche vorstellen.

Mit: Alois Hotschnig, Prof. Dr. Stephanie Waldow (Universität Augsburg), Stefanie Wirsching (Augsburger Allgemeine), Dr. Sebastian Seidel (Sensemble Theater).

Ort: Brechtkeller
Tickets: 5 / 3 € (erm.)

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In Kooperation mit der Universität Augsburg, dem Bezirk Schwaben und dem Evangelischen Forum Annahof.

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20.00 Uhr / Parktheater im Kurhaus Göggingen

Poetry - Dead or Alive?!

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(c) Jan Brandes

Bereit für die nächste Runde Poetry – Dead or Alive?

Bei diesem ganz besonderen Poetry Slam treten fünf der erfolgreichsten Slammer*innen Deutschlands mit ihren selbst verfassten Texten gegen fünf Schauspieler*innen an, die eigens für diesen Abend in die Haut verstorbener Schriftstellerlegenden schlüpfen. Nur den Schauspieler* innen ist es erlaubt, Requisiten und Kostüme zu nutzen, um die Literaten aus dem Jenseits wieder auferstehen zu lassen. Wie immer entscheidet am Ende das Publikum, ob die Toten oder die Lebenden den Dichterwettstreit für sich gewinnen können. Durch den Abend führt der Hamburger Moderator Michel Abdollahi, mittlerweile Träger des Deutschen Fernsehpreises, den er 2016 u.a. für seine NDR Reportage Im Nazidorf erhielt.

Unter den lebenden Dichter*innen sind diesmal Philipp Scharrenberg, aktuell deutschsprachiger Meister im Poetry Slam, der Lyriker und Spoken Word Artist Jason Bartsch, die Slam-Aktivistin Josefine Berkholz, die Berliner Schriftstellerin, Kolumnistin und Lesebühnenautorin Kirsten Fuchs und der Kölner Bühnentexter und MC Florian Chieslik.

Für die musikalische Umrahmung sorgen Tom Jahn am Fender Rhodes E-Piano, Girisha Fernando am Bass und Stefan Brodte am Schlagzeug.  Die toten Dichter werden gespielt von Anja Neukamm, Berivan Kaya, Marlene Hoffmann, Guido Drell und Leif Eric Young

Kuratiert von Lydia Daher und Girisha Fernando

Ort: Parktheater im Kurhaus Göggingen
Tickets: 14 / 12 € (erm.)

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