Tickets Brechtfestival

Montag 06.03.

11.00 Uhr / Augsburg, Innenstadt

Bertolt Brecht im Bücherbus

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(c) Nontira Kigle

Eine musikalisch-lyrische Reise durch Bertolt Brechts Leben und Werk für Schüler*innen ab der 3. Klasse. Mit dem Fakstheater Augsburg und Comics aus der Feder von Nontira Kigle. Inmitten einer Bibliothek auf Rädern führen die Schauspielerin Karla Andrä und der Musiker Josef Holzhauser durch das Werk Bertolt Brechts. Als Vater von vier Kindern kannte er sich gut aus und wusste, wie Kinder sind und was sie denken. Er nahm sie ernst. In einer einfachen klaren und poetischen Sprache schrieb er für sie auf, dass er die Welt für veränderbar hält. Witzige Lehrgedichte, lustige Wortspiele, schlaue Verse und nachdenkliche Texte haben Andrä und Holzhauser für ihr Programm zusammengestellt, um aus Kinderaugen auf das Leben des Künstlers zu blicken: Das Fakstheater Augsburg zeigt, dass eine Begegnung mit Brecht schon in frühen Jahren ein ganz besonders lustvolles, lehrreiches und ernsthaftes Vergnügen sein kann. Dafür sorgt auch Nontira Kigle, die für dieses einzigartige Projekt großartige Comics schuf, die Episoden aus dem Leben des Augsburger Poeten aufgreifen. Im Zusammenspiel von Lyrik, Musik und Zeichnung nimmt Brecht seinen Platz zwischen den Kindern ein und wird gemeinsam mit ihnen lebendig. In der Festivalwoche tourt der Bücherbus durch die Brechtstadt und macht in den Stadtteil-Grundschulen Hochzoll, Herrenbach, Hammerschmiede, Hochfeld und Centerville Station. Humorvoll und kindgerecht wecken die beiden Künstler*innen Karla Andrä und Josef Holzhauser mit ihrem mobilen Kinderprogramm die Lust auf den Lyriker und die Person Bertolt Brecht, der immer schon davon überzeugt war, dass „Kinder denken können“.

In Kooperation mit der Stadtbücherei Augsburg und der Fachstelle für Jugend und Bildung, Schule plus.

Die Anmeldung für dieses Projekt ist bereits abgeschlossen.

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11.00 Uhr / Brechthaus

Brechtkongress: Brecht - zwischen Tradition
und Moderne

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2 5 - j ä h r i g e s  J u b i l ä u m  d e r  B r e c h t - F o r s c h u n g s s t ä t t e  A u g s b u r g

Die Brecht-Forschungsstätte Augsburg begeht ihr 25-jähriges: Im Oktober 1991 wurde sie gegründet. Heute ist sie, so in der Augsburger Allgemeinen vom 30. September 2016 zu lesen, „ein Erfolgsmodell mit einer Ausstrahlung weit über Augsburg hinaus“. Das Institut, von Beginn an von Prof. Dr. Jürgen Hillesheim geleitet, ist international vernetzt und unterhält beste Beziehungen zum Bertolt-Brecht-Archiv in Berlin, zum Brecht-Zentrum der Staatl. Iwan-Franko Universität Zhytomyr, Ukraine sowie zur International Brecht Society. Mit Untersuchungen wie Brechts vormarxistisches Episches Theater, Bach, Mozart und Wagner beim frühen Brecht und seiner Gesamtdarstellung von Brechts Hauspostille hat Prof. Dr. Hillesheim in der Brechtforschung Maßstäbe gesetzt und vor allem die Bedeutsamkeit des frühen „Augsburger“ Brecht in der Wissenschaft verankert. Für die Brecht-Forschungsstätte Augsburg ist er Herausgeber von Bertolt Brecht – Werk und Kontext, der weltweit einzigen Buchreihe zu Brecht. Aus Anlass des Jubiläums findet am 6. und 7. März im Rahmen des Brecht-Festivals ein international besetzter Kongress in Brechts Geburtshaus statt. Ein thematischer Schwerpunkt der Vorträge liegt bei Walter Benjamin, dem im Brecht-Festival eine zentrale Bedeutung zukommt. Prof. Koopmann stellt die Festschrift Von Baal zu Baal vor, die Jürgen Hillesheims Forschungen der letzten 25 Jahre dokumentiert.

Mit: Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Koopmann, Prof. Dr. Mathias Mayer, Prof. Dr. Erdmut Wizisla, Dr. Helmut Gier, Dr. Ana Kugli, Prof. Dr. Stephen Parker, Prof. Dr. Mykola Lipisivitskyi, Prof. Dr. Joachim Lucchesi, Prof. Dr. Frank D. Wagner, Dr. Robert Krause. Moderation: Prof. Dr. Andrea Bartl. 

Ort: Brechthaus Augsburg
Eintritt frei

Details für Interessierte unter: Brecht-Forschungsstätte,
Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, Schaezlerstraße 25, Tel.: 0821 / 324-2741,
E-Mail: juergen.hillesheim@augsburg.de.

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15.00 Uhr / Grandhotel Cosmopolis

Augsburger Szenen. Schüler Schreibwerkstatt

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(c) Hans Goedecke & Rachel Israela

Mit: Autorenduo Nolte Decar und Schüler*innen zwischen 15 und 17 Jahren.

„Ändere die Welt, sie braucht es!“ Wer könnte dies besser als die Jugend mit ihrem ungebändigten Elan, ihrem Idealismus, ihrem Wunsch nach Rebellion und ihrer Hoffnung in die Zukunft? Und was würden sie ändern wollen?

Schülerinnen und Schüler zwischen 15 und 17 Jahren hatten im Vorfeld des Brechtfestivals die Möglichkeit, sich über einen Fragebogen für die Schreibwerkstatt zu bewerben. Innerhalb der fünf Tage sollen Kreativität und Fantasie im Vordergrund stehen, Rechtschreibung und Grammatik rücken in den Hintergrund. Mit Spannung lässt sich die Abschlusspräsentation erwarten: Was genau dabei herauskommt, ist unvorhersehbar. Gemeinsam wird ein Prozess in Gang gesetzt, der überraschen soll: Nicht nur die Zuschauer*innen, sondern auch die Schülerinnen und Schüler! Denn schreiben heißt nicht nur mitteilen, es ist eine Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt, es formt und fördert die Persönlichkeit. Verborgene Talente, Stärken, Ängste, Wünsche - all dies soll hervorgekitzelt werden. Dafür werden gemeinsam in der Gruppe kreative Schreib- und Darstellungsformen entwickelt, Impulse eingegeben und konstruktiv Kritik formuliert. Professionell angeleitet und motiviert werden die Jugendlichen hierbei von dem Autorenduo Nolte Decar. Michel Decar - selbst gebürtiger Augsburger - studierte zunächst Germanistik und Geschichte an der LMU München, wo er auch an der Studiobühne seine ersten Stücke selbst inszenierte. Für Jonas Jagow wurde er mit dem Förderpreis für neue Dramatik des Berliner Theatertreffens 2012 ausgezeichnet. 2014 folgte der Kleist Förderpreis für Jenny Jannowitz. Sein neuestes Stück Schere Faust Papier ist momentan am Thalia Theater Hamburg zu sehen. Jakob Nolte wurde 1988 in Barsinghausen geboren. Seine Theaterstücke wurden an zahlreichen Theatern gespielt. Mit Gespräch wegen der Kürbisse wurde er 2016 zu den Autorentheatertagen in Berlin eingeladen. Sein erster Roman ALFF wurde mit dem Kunstpreis Literatur 2016 ausgezeichnet. Im Frühjahr 2017 erscheint sein zweiter Roman Schreckliche Gewalten bei Matthes. Nachdem die beiden Autoren gemeinsam szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin studierten, begannen sie unter dem Namen Nolte Decar gemeinsam Texte zu verfassen. Ihr Stück Das Tierreich wurde 2013 mit dem Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin ausgezeichnet und für den Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2014 nominiert. Helmut Kohl läuft durch Bonn wurde zu den Autorentagen 2014 am Deutschen Theater Berlin eingeladen.

Bewerbungsschluss war im November 2016.
Präsentation am Freitag, 10. März um 18.00 Uhr im Grandhotel Cosmopolis.

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19.30 Uhr / Brechtkeller

Brecht und Kafka: Ein Kraftakt

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E i n e  s z e n i s c h e  P r ä s e n t a t i o n  m i t  I l l u s t r a t i o n e n , 
T e x t e n  u n d  e i n e m  F i l m a u s s c h n i t t

Kafka und Brecht gelten oft als Antipoden der Moderne. Sie in einem Atemzug auch nur zu nennen ist schwierig – fast schon ein Kraftakt. Klar: Was das öffentliche Verhalten als Autor betrifft, sind größere Gegensätze als die zwischen Brecht und Kafka nicht leicht vorstellbar. Und die Literatur? Erstaunlicherweise werden in der Literaturwissenschaft zunehmend Gemeinsamkeiten zwischen beiden hervorgehoben: Nüchternheit der Sprache, Verfremdung, Experimente mit Parabeln. Wieviel hat Brecht von Kafka gelernt? Der war, als er 1924 starb, noch kaum bekannt. Aber Brecht gehörte zu den wenigen, die sich früh mit ihm auseinandergesetzt haben. Soweit bekannt, hat Brecht spätestens 1926 Kafka gelesen. Schnell kam die leider nicht verwirklichte Idee auf, Kafkas Erzählung Die Verwandlung zu verfilmen. Mit Lotte Reiniger, der Pionierin des Trickfilms, hätte Brecht bei einem solchen Projekt gern zusammengearbeitet. Sie hat dann 1928 immerhin den Schattenriss geschaffen, der als markante rote Brecht-Silhouette vor Augsburger Brecht-Orten steht. Später hat Brecht mit Walter Benjamin vor und im Exil leidenschaftlich und ausführlich über Kafkas Werk diskutiert. Vor allem dessen unvollendeter Roman Der Prozess wird öfter genannt. Brecht hat Kafkas „Staunen“ über die Welt betont, hat das Dunkle in seinen Schriften teilweise schroff kritisiert und andererseits bewundert, wie der Prager Autor die Entwicklung des staatlichen Terrors voraussehen konnte. Und Brecht nennt da nicht nur den Terror von Hitler, sondern auch den von Stalins Geheimpolizei GPU. Weitere Themen dieses aufschlussreichen Abends: Kafka und Hašek – Kafka und Laozi – Kafka und Brecht dekonstruieren Odysseus. Und – hat es etwas mit Kafka zu tun, wenn aus Brechts „Herr Keuner“ irgendwann „Herr K.“ wird?

Konzept: Dr. Michael Friedrichs Mit: Dr. Michael Friedrichs und David Dumas.

Ort: Brechtkeller
Tickets: 10 / 7 € (erm.)

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20.00 Uhr / Provino Club

GAP

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E i n  p e r f o r m a t i v e s  T r y  O u t  v o n  G e n d e r d u n g e o n  I I

„Ist dir heimlich, fühlst du dich zu Hause? Ich weiß es nicht, ich bin sehr unsicher. Meines Vaters Haus ist es, aber kalt steht Stück neben Stück, als wäre jedes mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt, die ich teils vergessen habe, teils niemals kannte.“ (Franz Kafka) Das temporäre Hamburger-Frauen-Performance-Kollektiv Genderdungeon II um die Schauspielerin und Regisseurin Ute Rauwald unternimmt den Versuch, Kafkas Erzählung Heimkehr neu und „feministisch“ zu interpretieren. Die Performerinnen zerlegen eine Soap in ihre Bestandteile, eine alte Performance soll in eine neue verwandelt werden. Wenn nur der GAP nicht wäre, der diese Verwandlung immer wieder stört! Um ihm zu entkommen, folgen die Spielerinnen der tödlich-ängstlichen Strategie, sich niemals ganz festzulegen und veranstalten einen kriminellen Abend um ein ‚Nichts’ – den sehr persönlichen Gender_Gap. Ute Rauwald war einige Jahre im Ensemble des Theater Bremen als Schauspielerin tätig, bevor sie Regie studierte, Hausregisseurin am Hamburger Schauspielhaus wurde, auf Kampnagel Projekte inszenierte und 2011 Universitätsprofessorin an der Kunstuniversität Graz wurde.

Von und mit: Jelena Gerrard, Marlene Kreidt, Uschi Krosch, Vivien Mahler, Ute Rauwald, Claudia Wiedemer.
Bilder: Dagmar Rauwald / Support: Harald Kainer, Urs Keller, Ulrike Linde.

Ort: Provino Club, Kegelbahn
Tickets: 15 / 10 € (erm.)

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